Tätigkeitsbericht 2017/18 der Donatorenvereinigung des FC Frauenfeld

Wir unterstützen den FC Frauenfeld! Wir unterstützen den Verein, dem gegen 400 JugendfussballerInnen angehören. Wir unterstützen damit eine erkleckliche Anzahl junger Menschen bei der Ausübung ihres Hobby’s, dem Fussballspiel und beiläufig, aber ebenso wichtig und wertvoll, beim Heranwachsen von Sozialkompetenz und dem Aneignen von gesellschaftlicher Regelkultur, mit Gültigkeit in unseren Breitengraden, der Einhaltung hiesig gewünschter und auch geforderten Gesellschaftsnormen.

Andere Baustelle – jeder von uns freut sich über einen tiefen Steuersatz in der Gemeinde. Und steht die Steuerrechnung zur Begleichung an, so freuen wir uns nicht wirklich darüber, eher im Gegenteil, wir tun es mit mehr oder weniger grossem Widerwillen. Zugegeben, dieses Verhalten ist menschlich und nachvollziehbar. Wer bezahlt schon gerne „viel“ eigenes Geld für etwas, dessen Investition er erstens öfters kaum nachvollziehen, zweitens nicht selber alleine bestimmen und drittens wenn goutiert, den Leistungserbringer nicht selber auswählen kann. Im Grundsatz eigentlich verständlich!

Es liegt jedoch in der Verantwortung unserer Generation, ist eine unserer Kernaufgaben, das Feld entsprechend so zu ebnen und zu pflegen, dass wir es mit einem reinen Gewissen und in einem soliden und fruchtbaren Zustand unserer nächsten Generation überlassen können.

Ähm, was heisst das nun? Was bezwecken diese Aussagen?

Die Vereine, egal welcher Bestimmung, sind eminent wertvoll für unsere Gesellschaft, prägen und entwickeln sie. Sie erhalten die Gesellschaft in ihrer für uns lebenswerten und von uns geschätzten Form und entwickeln sie weiter. Nur sind die Erträge daraus bedauerlicherweise äusserst schwierig messbar und deshalb erfahren die allermeisten Vereine nicht die Wertschätzung, die ihnen für ihre breitgefächerte und wertvolle Arbeit eigentlich zustehen würde. Wir wissen nicht, was wir an ihnen haben. Aber wenn sie einmal nicht mehr da sind, werden wir ganz schnell wissen und vor allem spüren, was und wieviel uns fehlt. Es ist vieles! Viel äusserst Wertvolles! Unsere Gesellschaft verliert einen erklecklichen Teil ihrer Identität. Eine Rückkehr wird zu diesem Zeitpunkt schwierig werden.

Tönt alles plausibel und ist mässig schwierig zu verstehen. Aber? ……, die Vereine sind auf eine zeitgemässe und eine der gesellschaftlichen Entwicklung folgenden Infrastruktur angewiesen, die sich regelmässig und im Grundsatz der aktuell gelebten Gesellschaftskultur, der Bevölkerungsentwicklung und daraus der Vereinsentwicklung anpassen sollte. Und genau diese Aufgabe ist den Gemeinden, respektive der öffentlichen Hand übertragen. Und wer ist die öffentliche Hand? Sie repräsentiert uns! Die undelegierbare Herausforderung der Zurverfügungstellung von geeigneter (Menge und Ausstattung) und zeitgemässer Infrastruktur für die Bevölkerung gehört zu den zentralen Aufgaben einer Gemeinde, dies auch in unserer Stadt. Doch, dafür werden finanzielle Mittel benötigt.

Speziell auch unser FC Frauenfeld ist auf zeitgemässe, geeignete und der Vereinsentwicklung folgenden Sportanlagen mit den notwendigen Nebenräumlichkeiten angewiesen. Hier muss „unbedingt“ etwas getan werden. Die kleine Allmend (dabei nicht nur die Fussballanlagen und auch nicht nur die kleine Allmend) sind gut gepflegt und visuell ansehnlich, jedoch hinter der schönen Fassade marode und für die heutigen, gesellschaftlichen Anforderungen überholt. Wenn Gebäude nur noch durch eine Mehrzahl von Farbschichten statisch gestützt werden, so ist es spätestens Zeit, um aktiv zu werden. Es sind Geldmittel notwendig, die eine brauchbare und zweckmässige Infrastruktur finanzieren.

Wie war das nun mit der anderen Baustelle und dem Steuersatz?

Dürfen wir zu unserer egoistischen und „wettkampfmässigen Beweihräucherung“ (Wettstreit der Kantone und Gemeinden) mit ungesund tiefen Steuersätzen schon lange fällige Investitionen auf unsere nächste Generation delegieren, die dann einen solch immens aufgelaufenen Investitionsbedarf nicht mehr bewältigen kann? Haben wir hier nicht eine Verantwortung gegenüber unserer Nachfolgegeneration wahrzunehmen? Wir haben eine intakte Gesellschaft und intakte Infrastruktur von unserer Vorgängergeneration übernehmen dürfen und sind das nach meiner Ansicht auch gegenüber unseren Nachfolgern schuldig. Punkt!

Es ist schön, von unschätzbarem Wert und unverzichtbar, wenn wir den operativen Betrieb der Vereine, bei uns speziell den FC Frauenfeld, mit unseren Mitteln unterstützen und dabei vielen jungen Menschen bei ihrer Entwicklung helfen. Die Gesellschaft wird es uns danken, doch ist unsere Unterstützung nicht halb soviel wert, wenn wir die dazu notwendige Infrastruktur flankierend vernachlässigen und unserer Nachfolgegeneration dadurch immense Kosten aufbürden. Die zukünftige Gesellschaft wird uns nicht mehr dankbar sein können. Im Gegenteil!

Unsere zwei Vereinigungshauptaufgaben haben wir im vergangenen Vereinigungsjahr wiederum ohne Fehl und Tadel gemeistert:

  1. Den FC Frauenfeld konnten wir, wie an der letzten Mitgliederversammlung beschlossen, in der Saison 2017/18 grosszügig mit unseren Beträgen im Umfang von CHF 85‘000.00 unterstützen.
  2. Pflege des Networkings! Diesem wurde in den allermeisten Fällen ausgiebig gefrönt. Genau so, wie’s sein sollte und wie’s einfach Spass bereitet.

Mitgliederbestand per 30. Juni 2018 und aktuell:

Donatoren: 79 (6 Abgänge + 6 Neumitglieder im Geschäftsjahr und 0 Übertritte von den Supportern)

aktuell: 80 (5 Abgänge + 6 Neumitglieder für die Saison 2018/19 und 0 Übertritte von den Supportern)

Supporter: 1   (1 Abgang)

aktuell: 1 (0 Abgang + 0 Übertritte zu den Donatoren)

aktuell TOTAL: 81

Über das ganze Vereinigungsjahr verteilt, haben wir wieder einige Anlässe miteinander erleben dürfen:

 

 Jahresschlussabend vom Donnerstag, 30. November 2017 im Gasthof Goldenes Kreuz

Teilnehmerzahl 65 Personen

Als Stephanié Berger als Unterhaltungsact angekündigt wurde, haben mehrere Gesichter im Saal eine leichte Enttäuschung nicht verbergen können. Stephanié Berger? Kommt das gut ……?

Jaaaaaaaaa! Ganz im Gegenteil, sie hat für uns Unterhaltung der Premiumklasse gezeigt und es verstanden, dem Publikum immer wieder Lachsalven zu entlocken. Es gab sogar männliche Spezies, die einen „näheren“ körperlichen Kontakt nicht verschmäht hatten. Und dies wohlbemerkt unter den Argusaugen ihrer weiblichen Begleitungen an diesem Jahresschlussabend! Ob es später in der Nacht dafür einige blaue Augen, oder Hühneraugen abgesetzt hat, das bleibt für uns im Verborgenen und Geheimen. Der Deckel des Schweigens hat sich gesenkt und offenes verschlossen. Ist auch besser so ……..

Wie immer bisher, haben die Kochkünste der Crew des Goldenen Kreuzes dem inspirierenden, kurzweiligen und leicht verdaulichen Abendprogramm in keinerlei Hinsicht nachgestanden und uns den Gaumen verwöhnt. Der jährliche Abschlussabend der Donatorenvereinigung ist und bleibt ein Fixtermin in unserem Terminkalender.

 

OpenAirEvent vom Donnerstag, 05. Juli 2018

Teilnehmerzahl 60 Personen

Auch in diesem Jahr ein äusserst begehrter und gut besuchter Anlass! 60 Personen aus dem Donatorenkreis haben an diesem Abend das Open Air besucht. 50 Tickets waren für uns vorgesehen, haben aber (wie letztes Jahr) nicht ausgereicht.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren wiederum im höchsten Masse von grosser Freude geprägt. Die Organisationsarbeit hat sich gelohnt und uns für diesen Anlass erneut Recht gegeben. Auch dieses Jahr – Ein spezielles Dankeschön hat sich unser Mitglied André Rindlisbacher verdient, der aus Sicht des Open Airs Frauenfeld den Event für uns erneut möglich gemacht hat. Danke André! Die Donatoren des FC Frauenfeld am Open Air Frauenfeld – eine Geschichte mit vielen persönlichen, kleinen Kapiteln bestückt.

 

unser Mittagslunch (10 x jeweils am letzten Mittwoch im Monat)

Teilnehmerzahl variabel, jeweils zwischen 16 (Juli Ferienzeit) und 32 Personen

Hier gibt es nicht viel Neues von der Front zu berichten. Der Mittwochslunch ist in unserer Vereinigung und bei den Mitgliedern tief verwurzelt und kaum mehr aus dem Veranstaltungskalender wegzudenken. Eine kleine Freude in jedem Monat, ausgenommen Dezember und Januar. Irgendwie speziell – diese Zusammenkünfte werden von einer sicht- und spürbaren Lockerheit und einer gelösten Stimmung geprägt, was in der heutigen Zeit Seltenheitswert geniesst. Das gilt es unbedingt zu bewahren! Ich fühle mich jedes Mal sehr wohl in dieser Runde und verlasse sie, meist etwas später als zunächst vorgenommen, mit einer tiefen, inneren Zufriedenheit und einem Glücksgefühl, das ich nicht als Selbstverständlichkeit betrachte.

 

Ich möchte mich von tiefem Herzen bei allen Mitgliedern für die nichtselbstverständliche Treue zur Vereinigung, ihr finanzielles und das für mich im Minimum ebenso wichtige persönliche Engagement bedanken. Das Vertrauen der Mitglieder in den von ihnen gewählten Vorstand, und hier das spezielle Vertrauen gegenüber meiner Person als Präsident der Vereinigung, stets von neuem spüren und erleben zu dürfen, das erzeugt ein tiefempfundenes und hochmotivierendes Glücksgefühl.

Euer Verhalten macht die Donatorenvereinigung des FC Frauenfeld zu einer Herzensangelegenheit für mich und diese Vereinigung begleitet mich nun schon über zwanzig Jahre hinweg.

Die Vereinigung wiederum unterstützt den FC Frauenfeld, der mir während meiner über ebenfalls zwanzig Jahre dauernden fussballerischen Aktivzeit ein zu Hause und unzählige, einzigartige, nicht wiederkehrende Glücksmomente beschert hat, ganz geschweige einer nicht unerheblichen Prägung meiner Persönlichkeit. Für all das bin ich dem Fussball und seinen flankierenden Institutionen unendlich dankbar.

Ein ebenso grosses Dankeschön geht an meine umtriebigen Vorstandskollegen. Sie arbeiten wie kleine, fleissige Bienen und halten mir den Rücken frei. Ok, er ist nicht so breit, auch nicht so lang, vermag aber trotzdem einiges zu tragen und das zu bewältigen, respektive erträglich zu halten, das vollbringen meine Vorstandskollegen nahe der Perfektion. Zu vier Vorstandssitzungen haben wir uns im vergangenen Vereinigungsjahr getroffen, haben gearbeitet, nicht ausschliesslich verwaltet, sondern hauptsächlich gestaltet und dabei ist einiges an Erspriesslichem entstanden.

Für mich zentral, ich möchte die wichtige Revisorenarbeit verdanken. Diese Arbeit findet im Hintergrund statt, aber sie ist diese Arbeit, die vertrauensfördernd wirkt, wie kaum eine andere. Dieses Mal ein ganz spezielles Dankeschön an unseren schon langjährigen Revisor Urs Röthlisberger, der auch in diesem Jahr die Richtigkeit unsere Buchhaltung und die gute Arbeit unseres Kassiers unter seine Lupe genommen hat. Ein spezielles Dankeschön, weil Urs Röthlisberger per dato seine Aufgabe als Revisor unserer Vereinigung in neue Hände übergeben wird. Urs, danke für Deine Arbeit, die Du verantwortungsvoll während sieben Jahren für unsere Vereinigung geleistet hast!

Einen Viertel des neuen Vereinigungsjahres wissen wir schon wieder hinter uns. Was wollen wir bewegen? Gutes, das bei uns immer noch reichlich vorhanden ist, wollen wir konservieren und wenn möglich noch ausweiten. Was aber anliegt, wir müssen neue Mitglieder von uns überzeugen können. Um die Unterstützung an den FC Frauenfeld weiterhin und nachhaltig aufrechterhalten zu können, müssen wir die Mittel erhalten und dies ist nur mit im Minimum der Konsolidierung, wenn möglich aber dem Ausbau, unserer Mitgliederanzahl gegeben. Deshalb hoffe ich innigst, Ihre Mitgliedschaft bei uns wird nie in Frage gestellt sein und Ihre Motivation, andere von einer Mitgliedschaft zu überzeugen, ist erwacht, in einem grossen Mass vorhanden und Sie leben sie. Ihre Investition, seien es die finanziellen Investitionen, und/oder die persönliche Einbringung intern wie extern für unsere Vereinigung, sollen einerseits vielen Fussballern/Fussballerinnen als finanzielles Fundament zur Ausübung ihres Hobbys dienen und für Sie persönlich einen Gewinn aus dem gelebten Miteinander in der Vereinigung, in der ortsansässigen Gesellschaft und der gelebten Kultur, dem Umgang miteinander, nach sich ziehen. Dies soll sich nicht nur auf die Geldbörse beschränken, nein, viel wertvoller, Sie mit stimmungsvollen, einzigartigen, glücksbringenden und besonderen Erlebnissen und Menschen bereichern. Das ist nicht nur wertvoll, sondern unbezahlbar!

Ich hoffe, es macht Euch weiterhin Spass und vermittelt Freude! Bei mir auf jeden Fall! Eben – die Donatorengemeinschaft ist für mich eine Herzensangelegenheit!

 

Warth, im September 2018

Reto Lüthy

Präsident